Jahresbericht 2019

Menschen in besonderen Lebenslagen

"Via Nova" und "Perspektive-Plus" – Neue Projekte im Fachbereich

Um es vorweg zu sagen: "Es braucht ein wissbegieriges und mutiges Herz, um Neues zu wagen…"

Mit dieser Haltung sind wir 2019 angetreten, die beiden im Vorjahr ausführlich geplanten und vorbereiteten Projekte in die Tat umzusetzen und erste Schritte in der Erprobung dieser neuen Hilfsangebote zu beschreiten.

Und um ein weiteres vorweg zu sagen: "Die ersten Erfahrungen sind äußerst ermutigend…"

In Perspektive-Plus stellt sich die gemeinsame tägliche Zusammenarbeit zwischen den Kolleginnen des Fachbereichs Kinder, Jugendliche und Familien und unserem Fachbereich als absoluter Gewinn dar.

Schon von Anfang an war die gemeinsame Begeisterung, hier erstmals eine bereichsübergreifende Arbeit umzusetzen zu können, durchgängig spürbar. Anfängliche Unsicherheiten konnten schnell überwunden werden und es ist mittlerweile ein fachbereichsübergreifendes und starkes "Wir" in Perspektive-Plus entstanden. Ein echtes "Teamplay" mit multiprofessioneller Zusammensetzung. Trotz der hohen beruflichen Anforderung durch unsere gewählte Projekt-Aufgabenstellung, sind der gemeinsame Spaß an den täglichen Herausforderungen und die gegenseitige Unterstützung der Kolleginnen untereinander durchgängig spürbar.

Dies wirkt sich auch in der konkreten Arbeit aus. So ist es uns durch unser niederschwelliges Hilfe-Angebot bisher gelungen, auch für Hilfeanfragende, die an den strukturellen "Schwellen" unseres Fachbereiches mit hoher Wahrscheinlichkeit gescheitert wären, ein sehr individuelles Angebot zu unterbreiten.

Zu unserer großen Freude können sich die meisten aufgenommenen Hilfeberechtigten auf diesen individuellen Rahmen einlassen. So kam es in der bisherigen Projektphase von fast elf Monaten nur zu einer ungeplanten Entlassung. Dies begeistert uns als Team natürlich sehr und ermutigt uns jeden Tag aufs Neue, diesen individuellen und maßgeschneiderten Weg weiterzugehen.

Ähnlich positive Erfahrungen gibt es auch aus "Via Nova" zu berichten. Auch hier verlaufen die Hilfeangebote - Dank der engen und sehr vertrauensvollen Zusammenarbeit mit der forensischen Klinik des BKH Kaufbeuren - äußerst stabil. Die Anfragen des BKHs häufen sich. Aufgrund der noch sehr begrenzten Kapazität an Betreuungswohnraum konnten wir jedoch nicht alle Anfragenden aufnehmen.

Hier wird es in 2020 sicherlich durch den geplanten zusätzlichen Betreuungswohnraum eine deutliche Erleichterung bei weiteren Anfragen des BKHs für dieses Angebot geben. 

Abschließend lässt sich somit für diese beiden Projekte sagen:

"Es lohnt sich ein wissbegieriges und mutiges Herz zu haben!"