Jahresbericht 2019

Menschen in besonderen Lebenslagen

Pflege in Herzogsägmühle 2025

Zwei Aufträge wurden den Fachbereich im Februar 2019 im Zuge der Konsolidierung und Weiterentwicklung der Pflege in Herzogsägmühle übertragen: Zum einen die organisatorische Übertragung des Integrativen Pflegeheims in den Fachbereich Menschen in besonderen Lebenslagen und zum anderen mit dem Projekt "Pflege in Herzogsägmühle 2025" die Neukonzipierung der Pflege im Dorf Herzogsägmühle über alle Fachbereiche hinweg.

Hauptziel des Projektes ist es, den Auszug der bisher 54 Pflegeplätze aus dem Schöneckerhaus bis zum Jahr 2024 sicher zu stellen, da durch das AV PfleWoqG die Genehmigungsfrist für die Nutzung des Gebäudes Schöneckerhaus durch die Pflege beendet ist. Die Not zur Tugend machend soll zudem in Zukunft nicht nur eine 1:1 Übertragung in ein neues Gebäude erfolgen, sondern nachhaltige und breiter gestreute Angebote der Pflege im Dorf Herzogsägmühle etabliert werden. Für dieses Projekt begannen im Herbst 2019 die Arbeiten, es wurden neben einer Steuerungsgruppe, die aus Mitgliedern der Geschäftsleitung Herzogsägmühle und der Hilfe im Alter besetzt ist, Unterarbeitsgruppen gestartet die sich mit folgenden Themenbereichen befassen werden:

In Unterarbeitsgruppe I wird die Planung eines Neubaus für das Integrative Pflegeheim in Herzogsägmühle vorbereitet, inklusive der Prüfung alternativer Angebotsformen, auch in Kooperation mit anderen Trägern.

Die Unterarbeitsgruppe II befasst sich mit der fachlichen Weiterentwicklung von Pflege in Herzogsägmühle hin zu teilstationären und ambulanten Maßnahmen im Rahmen eines möglichen Pflegezentrums Herzogsägmühle.

Die Unterarbeitsgruppe III hat zur Aufgabe, neben den Überlegungen zur Fachkraftgewinnung für die Pflege, neue Organisationsformen für stationäre und ambulante Pflege zu prüfen, wie sie in anderen europäischen Ländern bereits umgesetzt werden.

Eine vierte Unterarbeitsgruppe wird die aktuellen Bedarfe in der Arbeit mit zu pflegenden Menschen in der Wohnanlage Lindenhof fortentwickeln und dort laufend neue Ansätze z.B. für Notrufsysteme, ambulante Wohnformen oder alternative Dienstplangestaltung erproben.

Alle Projekte stehen unter einem gewissen Zeitdruck, da bereits im Sommer 2020 die Grundlage für die bauliche Planung eines Ersatzbaus für das Integrative Pflegeheim feststehen muss, ansonsten ist ein Bezug im Jahr 2024 auf Grund der planungstechnischen und baulichen Vorläufe nicht mehr möglich. Mit Hochdruck arbeiten daher 25 Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Fachbereichen in diesen Arbeitsgruppen und werden erste Ergebnisse Stück für Stück im Jahr 2020 vorlegen.