Pressenotizen

30.10.2019 - Alter: 217  Tage

"Aktion Mensch" fördert Anschaffung:

Rückewagen für die Herzogsägmühler Landwirtschaft

Über einen Rückewagen mit Ladekran für den Transport von Holz freuen sich die Waldarbeiter in Herzogsägmühle. Mit dem Rückewagen, der an einen Traktor angehängt wird, können die Arbeiter jetzt ganze Holzstämme aus dem Wald transportieren und am Holzplatz auf dem Hof in Oberobland weiterverarbeiten. Beim Auf- und Abladen der Stämme kommt ein Hydraulikkran mit Greifarm zum Einsatz. Die Anschaffungskosten in Höhe von rund 30.000 Euro übernahm zu 40 Prozent die Soziallotterie "Aktion Mensch", den Rest brachte Herzogsägmühle auf.

Vor der Anschaffung mussten die Stämme im Wald klein geschnitten und mühsam von Hand auf einen Lader gehoben werden. "Der Rückewagen erleichtert unsere Arbeit sehr", bestätigt Frank Böttinger, der zuständig für die ökologische Bewirtschaftung des Herzogsägmühler Waldes ist. "Jetzt laden wir die kompletten Stämme schon im Wald per Greifarm auf den Rückewagen. Bei uns auf dem Hof können wir das Holz dann so ablegen, dass es einfach zu sägen, zu spalten oder zu häckseln ist", so Böttinger.

Im landwirtschaftlichen Bereich von Herzogsägmühle, zu dem Ackerbau, Grünland- und Forstwirtschaft sowie Tierhaltung gehören, sind rund 30 Menschen mit Behinderung oder in besonderen sozialen Schwierigkeiten beschäftigt. Davon sind etwa acht Personen Waldarbeiter. Sie kümmern sich um die Bewirtschaftung der 140 Hektar großen Waldfläche. Die Arbeit ist für sie eine tagesstrukturierende Beschäftigung, dient aber auch der beruflichen Orientierung.

Die Waldarbeiter in Herzogsägmühle produzieren nicht nur rund 600 Schüttraummeter Hackschnitzel pro Jahr, sondern auch etwa 300 Ster Brennholz und durchschnittlich 300 Festmeter Stammholz für Sägewerke und den Holzhandel. Mit dem Rückewagen wird die Arbeit für sie nicht nur leichter, sondern auch effektiver und sicherer.