Pressenotizen

03.12.2019 - Alter: 183  Tage

Erster Spatenstich für neues Förderzentrum:

Wohnraum für Menschen mit schwerer und mehrfacher Behinderung

Geschäftsführung, Vertreter*innen des Bezirkes Oberbayern, Heimbeiräte, Architekt*innen und Mitarbeitende von Herzogsägmühle freuten sich, gemeinsam den ersten Spatenstich für das neue Förderzentrum machen zu können. Foto: Sabine Keyser

Geschäftsführung, Vertreter*innen des Bezirkes Oberbayern, Heimbeiräte, Architekt*innen und Mitarbeitende von Herzogsägmühle freuten sich, gemeinsam den ersten Spatenstich für das neue Förderzentrum machen zu können. Foto: Sabine Keyser

Die Innere Mission München, Diakonie in München und Oberbayern e.V. baut im Dorf Herzogsägmühle ein Förderzentrum für Menschen mit schwerer und mehrfacher Behinderung. Zum Spatenstich in der vergangenen Woche waren Personen geladen, die im bisherigen Förderzentrum leben, deren Betreuer*innen, sowie Vertreter*innen des Bezirks Oberbayern, Architekt*innen und die Geschäftsführung der Diakonie Herzogsägmühle.

Noch vor zwei Jahren hätte niemand gedacht, dass das bestehende Förderzentrum ersetzt werden müsste, erklärte Fachbereichsleiterin Ruth Connolly in ihrem Grußwort vor den geladenen Gästen. "Durch das neue Pflege-Wohnqualitäts-Gesetz entspricht das Förderzentrum aber plötzlich nicht mehr den rechtlichen Vorgaben", führte Connolly aus. Viele der 39 Zimmer sind dem Berechnungsschema nach zu klein, oder verfügen nicht über einen direkten Zugang zu einer Nasszelle. Die Fach- und Qualitätsaufsicht der Regierung von Oberbayern untersagt darum die Nutzung des Förderzentrums für den bisherigen Personenkreis über das Jahr 2024 hinaus. Also mussten sich die Verantwortlichen der Diakonie Herzogsägmühle, die die Betreiberin des Förderzentrums ist, eine Lösung einfallen lassen.
Zusätzlich zum neuen Haus im Dorf selbst ist ein weiterer Neubau in Weilheim geplant. Beide Häuser sollen jeweils 24 Plätze bereitstellen – was neun Wohneinheiten zusätzlich bedeutet. "Diese Plätze sind sehr begehrt", erklärte Ruth Connolly. "Wir haben immer eine Warteliste und viele Anfragende müssen mehrere Jahre warten, bis wir einen Platz anbieten können." Das soll sich durch die beiden Häuser nun ändern.

Dass für das bisherige Förderzentrum bereits eine interne Nachnutzung geplant ist, verriet Geschäftsführer Wilfried Knorr den Anwesenden. Die ständige Raumnot der Diakonie Herzogsägmühle könne dadurch etwas gelindert werden.

Die Baukosten für den Neubau betragen 5,4 Millionen Euro, die Regierung von Oberbayern fördert ihn mit 3 092 800 Euro, der Bezirk Oberbayern mit 505 400 Euro, die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Bayern mit 93 470 Euro. Der restliche Betrag wird aus Eigenmitteln gestemmt.

Wie Ruth Connolly betonte, wird das neue Gebäude ansprechend, funktionell und pflegeleicht sein, zum Wohl der künftigen Bewohner*innen und Betreuer*innen. Einweihung wird voraussichtlich im Herbst 2021 gefeiert.