Pressenotizen

17.01.2020 - Alter: 33  Tage

Verdienstmedaillen verliehen

Auszeichnung für besondere Verdienste um die Diakonie Herzogsägmühle

Foto v.l. Astrid Kurek, Wolgang Piskorsch, Helmut Schröcker, Hubert Koller, Peter Oppel und Geschäftsführer Wilfried Knorr.

Foto v.l. Astrid Kurek, Wolgang Piskorsch, Helmut Schröcker, Hubert Koller, Peter Oppel und Geschäftsführer Wilfried Knorr.

In der Mitarbeitendenversammlung zum Jahresbeginn wurde die Verdienstmedaille der Diakonie Herzogsägmühle verliehen. Die Auszeichnung wird an Menschen gegeben, die sich in besonderer Weise um das Zusammenleben im Dorf oder um Mitmenschen mit Beeinträchtigungen verdient gemacht haben.

Geschäftsführer Wilfried Knorr dankte in seiner Laudatio Wolfgang Piskorsch, der seit 2009 Bürger des Dorfes Herzogsägmühle ist. Der frühere Schreiner und Postbeamte lebt mit neun Menschen in einem Haus zusammen, die an einer seelischen Erkrankung leiden. Damit sei er ein Vorbild für Inklusion, so Knorr. Der Wahl-Herzogsägmühler sei seit seinem Einzug fest in die Hausgemeinschaft integriert. Regelmäßig nimmt er an geselligen Runden, Ausflügen und Freizeiten teil, die er auch gerne unterstützt. Seine offene, freundliche und hilfsbereite Art gegenüber Hilfeberechtigten und Mitarbeitenden fällt positiv auf.

Hubert Koller arbeitet seit 1990 in der Gemeinschaftsküche – als Koch, Ausbildungsbeauftragter und seit zwei Jahren als Küchenleiter. Die Qualität des Essens für die Hilfeberechtigten ist ihm ein besonderes Anliegen. Zusätzlich ist er in der Werkfeuerwehr ehrenamtlich engagiert. Auch nach fast 30 Dienstjahren in Herzogsägmühle packt er mit ganzer Kraft an, egal ob in der Küche, bei der Feuerwehr oder auf der Baustelle der neuen Gemeinschaftsküche. Bei den Planern der Küche ist er zudem als kompetenter Berater anerkannt. Dass die Arbeiten gut vorangehen, ist nicht zuletzt seiner Fürsorge für die Arbeiter geschuldet – neben einer Tasse Kaffee bringt Koller ab und an auch Kuchen vorbei.

Ehrenamtlich engagiert sich Helmut Schröcker für die Menschen in Herzogsägmühle – seit mehr als zehn Jahren. Er plant Fahrradtouren, Tagesausflüge und Spaziergänge mit Hilfeberechtigten und führt diese auch durch. Er ermöglicht Menschen mit Behinderung dadurch kulturelle Erlebnisse und immer wieder Gespräche auf Augenhöhe. Er engagiert sich im Arbeitskreis Ernährung und Bewegung, im Angehörigenbeirat und initiierte den Gesprächskreis für Angehörige inclusive Fahrdienst für nicht mobile Teilnehmende. Es ist Helmut Schröcker zudem ein Anliegen, weitere Ehrenamtliche für die Diakonie Herzogsägmühle zu gewinnen. 

Astrid Kurek und Peter Oppel stellte Wilfried Knorr augenzwinkernd als Mrs. und Mr. Deckerhalle vor. Keine Veranstaltung in der Deckerhalle kann ohne die beiden stattfinden. Sie sind es, die alles wissen und sich um alles kümmern, was diesen wichtigen und zentralen Veranstaltungsort betrifft. Egal ob Geschirr, Verlängerungskabel, Bühnenteile, Kaffee, Pavillons, Schirme, Fahnen, oder … alles bekommt man von ihnen. Dazu auch: Hilfsbereitschaft, Zielstrebigkeit, ein freundliches Wort, Einsatzbereitschaft und echte Herzogsägmühler Identität. Bei den zahlreichen Veranstaltungen haben sie ihre Arbeit schon getan, bevor diese anfangen, und arbeiten noch, wenn alle anderen schon nach Hause gegangen sind. Neben der Deckerhalle sind Kurek und Oppel für die Reinigung des Gollerhauses, des Filmvorführraumes und Teile der Verwaltung verantwortlich. Bei jedem Weihnachtsmarkt und Dorffest sind die beiden im Einsatz.

Ohne Menschen wie Astrid Kurek, Peter Oppel, Helmut Schröcker, Hubert Koller und Wolfgang Piskorsch würde ein Ort wie Herzogsägmühle nicht funktionieren. Sie sind das notwendige Öl im Getriebe und prägen die Diakonie Herzogsägmühle durch ihre Art positiv mit. Mit der Herzogsägmühler Verdienstmedaille wurde ihnen für ihr Engagement ein herzliches Dankeschön ausgesprochen.