Pressenotizen

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Dem Pflegenotstand entgegenwirken – Inklusion leben

Unterricht in der Heilerziehungspflegeschule Herzogsägmühle hat begonnen

32 Fachschülerinnen und Fachschüler lassen sich in Heilerziehungspflege ausbilden.

32 Fachschülerinnen und Fachschüler lassen sich in Heilerziehungspflege ausbilden.

In der Fachschule für Heilerziehungspflege in Herzogsägmühle haben 32 Fachschülerinnen und Fachschüler mit ihrer berufsbegleitenden Ausbildung begonnen. Alle Auszubildenden arbeiten bereits in verschiedensten Einrichtungen: Sie begleiten und assistieren Menschen mit unterschiedlichsten Unterstützungsbedarf in verschiedenen Lebensbereichen, beispielsweise in stationären Wohngruppen oder ambulanten Wohnformen, in Werkstätten für Menschen mit Behinderung, in Schulen, in gerontopsychiatrischen Einrichtungen, in der Suchtkrankenhilfe.

Die Fachschülerinnen und Fachschüler erwerben Fachwissen in den Bereichen "Erziehung, Bildung und Assistenz", "Pflege und Assistenz", "Kommunikation und Zusammenarbeit" und "Management, Recht und Verwaltung". Neben der Vermittlung von Fachwissen steht aber die Vermittlung des Menschenbildes an erster Stelle: Jeder Mensch, ob mit oder ohne Unterstützungsbedarf, wird als ein gleichwertiges Gegenüber gesehen, das in seinem Handeln danach strebt, seine Bedürfnisse selbstbestimmt und eigenständig zu befriedigen, um Sinnhaftigkeit in seinem Handeln zu erleben und ein Höchstmaß an Lebensqualität zu erreichen. Fachschülerinnen und Fachschüler sollen diese Haltung einerseits während ihrer Ausbildung selbst erleben und sie sollen im Sinne dieses Menschenbildes auch die Menschen mit Unterstützungsbedarf kompetent begleiten.

Dieses Menschenbild ist Grundlage für eine gelingende Inklusion und somit tragen auch die neuen Auszubildenden der Fachschule ihren Teil dazu bei, Barrieren in unserer Gesellschaft gegenüber von Menschen mit Behinderungen abzubauen, seien es Barrieren baulicher Art oder auch Barrieren in den Köpfen von Menschen.

Mit Abschluss der Ausbildung können die Fachschülerinnen und Fachschüler auch die fachgebundene Fachschulreife erwerben und somit studieren. Voraussetzung dafür ist, dass sie zusätzlich den Englischunterricht besuchen.

Die Schulleiterin Jutta Pyka freut sich, dass so viele junge und motivierte Menschen Interesse an dem Beruf des Heilerziehungspflegers und der Heilerziehungspflegerin haben.