Pressenotizen

30.09.2020 - Alter: 28  Tage

"Aktion Mensch" fördert neues Fahrzeug für Peitinger Wohngruppe

Mehr Mobilität für betreute Jugendliche

v.l. Christiane Koch (Fahrzeugverantwortliche, die den Wagen in Köln abholte), Carsten Kukula (Mitarbeitender der therapeutischen Verselbständigungswohngrupppe, die das Fahrzeug erhält), Doris Mayer (Teilbereichsleitung für stationäre Maßnahmen).

v.l. Christiane Koch (Fahrzeugverantwortliche, die den Wagen in Köln abholte), Carsten Kukula (Mitarbeitender der therapeutischen Verselbständigungswohngrupppe, die das Fahrzeug erhält), Doris Mayer (Teilbereichsleitung für stationäre Maßnahmen).

Über einen neuen Ford Transit Connect freut sich eine Peitinger Wohngruppe der Kinder- und Jugendhilfe der Diakonie Herzogsägmühle. Der dunkelblaue Van wurde zum großen Teil von der "Aktion Mensch" gefördert und steht den Mitarbeitenden ab sofort für alle notwendigen Fahrten mit den Bewohner*innen zur Verfügung.

"Unser alter Caddy war in die Jahre gekommen und musste dringend ersetzt werden", erklärt Sabine Eichberg, die Fachbereichsleiterin der Kinder- und Jugendhilfe. "Wir sind sehr froh und dankbar, dass die ‚Aktion Mensch‘ uns bei der Beschaffung eines Ersatzfahrzeugs unterstützt hat." Die Soziallotterie hat 70 Prozent des rund 26.000 Euro teuren Fahrzeugs bezahlt, 30 Prozent des Preises musste die Diakonie Herzogsägmühle aus eigenen Mitteln stemmen.

Das neue Fahrzeug soll jungen Menschen, die gemeinsam in einer therapeutischen Wohngruppe leben, mehr Mobilität ermöglichen. Dies können Fahrten zur Berufsförderungseinrichtung in Herzogsägmühle, Arztbesuche oder Einkaufsfahrten sein. "Aufgrund der unzureichenden Anbindung durch den öffentlichen Nahverkehr, aber auch die persönlichen Einschränkungen, die manche der von uns betreuten jungen Menschen haben, sind sie auf die Fahrdienste angewiesen", sagt Sabine Eichberg.

In der Wohngruppe in Peiting leben vier Jugendliche mit seelischer Behinderung zusammen. Dabei werden sie psychologisch begleitet und bis in den frühen Abend hinein von zwei Mitarbeitenden betreut. Die sogenannte Verselbständigungswohngruppe, die es seit 2017 gibt, dient als Anschlussmaßnahme für junge Menschen, die davor rund um die Uhr betreut wurden. Laut Eichberg wäre für sie der Schritt in die völlige Selbständigkeit etwa in einer eigenen Wohnung noch zu groß. Stattdessen könnten sie sich auf den sicheren Rahmen einer betreuten Kleingruppe verlassen.

Die jungen Menschen nehmen werktags an berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen teil oder absolvieren eine Ausbildung bei der Diakonie Herzogsägmühle. An den Abenden und Wochenenden gibt es hin und wieder gemeinsame Aktivitäten mit den Betreuer*innen – mit dem neuen Auto ein noch größerer Spaß für alle.