Pressenotizen

14.06.2019 - Alter: 153  Tage

Europäisch gefördertes Projekt "Mein Wohnraum" startet in die zweite Runde

Hilfe für Menschen, die von Wohnungslosigkeit bedroht sind

Im Januar 2015 startete das Projekt "Mein Wohnraum", das dazu diente, Menschen, die wohnungslos oder von Wohnungslosigkeit bedroht sind, an das Hilfesystem anzubinden.

Nachdem die erste Projektphase erfolgreich abgeschlossen war, ist nun für 2019 und 2020 weitere Hilfe bewilligt. Kofinanziert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen (EHAP). Ziel dieses Europäischen Hilfsfonds ist es, die Lebenssituation von armutsgefährdeten und von sozialer Ausgrenzung bedrohten Personen zu verbessern.

In drei Teilprojekten im ökumenischen Verbund der Caritas Passau, der Caritas Ingolstadt und der Diakonie Herzogsägmühle machen sich Beraterinnen und Berater auf den Weg, um wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen in das Hilfesystem zu vermitteln.

Im ersten Projektdurchlauf von 2015 bis 2018 konnten mehr als 1400 Personen erreicht werden. Eine genaue Auswertung des Projekts ist derzeit in Arbeit, doch schon jetzt ist klar, dass der überwiegende Teil ins schon existierende Hilfesystem begleitet und erfolgreich angebunden werden konnte.

Durch die Arbeit der letzten drei Jahre konnte ein guter Einblick die Situation in den verschiedenen Regionen, die zum Teil ländlich und zum Teil städtisch geprägt sind, erreicht werden. Daraus ergab sich nun eine neue Schwerpunktsetzung. In der neu bewilligten Projektphase der Jahre 2019 und 2020 soll ein besonderer Schwerpunkt auf wohnungslose Menschen und EU-Migranten gelegt werden. Diese Personengruppen haben besondere Schwierigkeiten, Zugang zum Hilfesystem zu finden. Diskriminierung bei der Wohnungsvergabe gilt, wenngleich schwer nachzuweisen, als Realität in Deutschland. Natürlich sind - wie bisher auch - alle von Wohnungslosigkeit bedrohten Personen weiterhin Zielgruppe des Projektes.

Menschen in Wohnungslosigkeit oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Personen finden unter der zentralen Telefonnummer
0 88 61 2 56 23 86 oder per E-Mail unter wohnraumherzogsaegmuehlede kompetente Ansprechpartner*innen, mit denen sie eine zielführende Lösung für ihre Lebenssituation erarbeiten können. Gerne können sich auch Nichtbetroffene an die Berater und Beraterinnen wenden, wenn sie Menschen kennen, die sich in solch einer schwierigen Lebenssituation befinden.