Pressenotizen

01.08.2019 - Alter: 135  Tage

Jahresversammlung der Werkstattbeschäftigten des Herzogsägmühler Fachbereiches "Arbeit für Menschen mit Behinderung":

Bestes Jahresergebnis und neue Arbeitsbereiche in den Werkstätten

Im vergangenen Jahr haben die Herzogsägmühler Werkstätten ihr 40jähriges Jubiläum gefeiert – und es war in wirtschaftlicher Hinsicht das erfolgreichste Jahr seit ihrem Bestehen. "2018 war ein bewegtes, abwechslungsreiches und arbeitsreiches Jahr", betonte Fachbereichsleiter Daniel Löscher bei der Jahresversammlung der Werkstattbeschäftigten. Er dankte den Anwesenden für ihr Engagement, ebenso wie Wilfried Knorr, Direktor von Herzogsägmühle, der in diesem Jahr auch ein geistliches Wort für die Mitarbeitenden dabei hatte.

In den jährlich stattfindenden Vollversammlungen bekommen die Beschäftigten wichtige Informationen über Entwicklungen und Veränderungen in der Werkstatt. Um die Teilnahme allen Beschäftigten zu ermöglichen, gab es auch in diesem Jahr wieder zwei Veranstaltungen: eine für Menschen mit geistiger Behinderung und eine für Menschen mit seelischer Erkrankung.

Nach einem Jahresrückblick in Bildern und einem kurzen Film über die Jubiläumsfeier im vergangenen Jahr legten der Werkstattrat und die Fachbereichsleitung ihre Rechenschaftsberichte ab. Neben Sitzungen und Fortbildungen des Werkstattrates, so betonte dessen Vorsitzender Thomas Lettner, habe man sich das ganze Jahr über für die Belange der Beschäftigten eingesetzt und immer ein offenes Ohr für Probleme gehabt. Dabei wurde klar, dass die Beschäftigten sich auf einen sehr aktiven Werkstattrat verlassen können.

Fachbereichsleiter Daniel Löscher erklärte, dass die Umsetzung der Vorgaben des Bundesteilhabegesetzes einen besonderen Schwerpunkt in 2018 darstellte. "Diese Fragen werden uns auch in den kommenden Jahren weiter begleiten", so Löscher. Eine Befragung der Beschäftigten wurde mit erneut sehr gutem Ergebnis durchgeführt, sie hat ein sehr hohes Maß an Zufriedenheit gezeigt. Gefreut hatte man sich darüber hinaus über den Besuch von Staatsministerin Kerstin Schreyer und dem Landtagsabgeordneten Harald Kühn in der Peitinger Werkstatt im Juli 2018. Ein weiterer Höhepunkt war die Feier in der Abteilung Automotive, die inzwischen 10 Millionen fehlerfreie Teile für die Firma Hoerbiger produziert hat. Weiterhin konnte der Fachbereichsleiter mitteilen, dass der Fertigungsauftrag in der Abteilung Pneumatik inzwischen in den Regelbetrieb übergegangen ist und die Planungen zur Umstrukturierung der Holzabteilung abgeschlossen sind. "Der Fachbereich wurde erfolgreich extern auditiert, und ihm wurde eine hervorragende Qualität in der Arbeit bescheinigt."

Bereits im September wird die Arbeit in der Mensa am Schulzentrum in Schongau aufgenommen. "Wir haben uns riesig gefreut, dass Schüler, Lehrer und Eltern 'ihre Herzogsägmühle' behalten wollten und sich so vehement – sei es in Medien oder im persönlichen Gespräch – dafür einsetzten. So viel Lob und Zuspruch sind der beste Ansporn für unsere künftige Arbeit dort", freute sich Löscher. Wichtig sei, dass die Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung in der Mensa erhalten werden konnten. In der Gemeinschaftsküche in Herzogsägmühle werden nach der Fertigstellung des Neubaus weitere moderne Arbeitsplätze für Werkstattbeschäftigte entstehen.

Auch auf die wirtschaftlichen Ergebnisse des vergangenen Jahres warf der Fachbereichsleiter einen Blick. Aktuell sind 478 Werkstattbeschäftigte im Arbeitsbereich und 78 Maßnahmeteilnehmer im Berufsbildungsbereich beschäftigt. Das Arbeitsergebnis der Werkstätten war im Jahr 2018 so gut, dass neben dem Arbeitsentgelt noch einmal knapp 206.000 Euro als Einmalzahlung ausgeschüttet werden konnten.

Vor einer Pause, in der es Kaffee, Kuchen und kalte Getränke gab, hatten die Anwesenden die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Dies wurde rege genutzt, und so wurden noch Themen wie die Reparatur des Aufzuges, Busverbindungen zur Werkstatt und Sonderzahlungen angesprochen. Die Beschäftigten hatten auch  weitergehende Fragen zum Bundesteilhabegesetz und zur Arbeit in der Mensa.

Zu Beginn und am Ende der Versammlung sang der Werkstattchor verschiedene Lieder. Mit Blumen und Geschenken wurden vor den Versammelten zudem Beschäftigte für ihre langjährige Arbeit geehrt.