Pressenotizen

07.12.2018 - Alter: 7  Tage

Positive Maßnahmen und Veröffentlichungen der Kirchen zu Nachhaltigkeit

Interesse für die Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) in Kirche, Caritas und Diakonie wächst – Herzogsägmühle als erste Diakonische Einrichtung zertifiziert

Leitungsgremien der evangelischen sowie der katholischen Kirche in Deutschland greifen zunehmend Anliegen der Gemeinwohlökonomie (GWÖ) auf. Die Gemeinwohl-Bilanz ist ein hilfreiches Werkzeug für kirchliche Organisationen, um ihr Handeln konsequent an Menschenwürde, Solidarität, Nachhaltigkeit und Mitentscheidung auszurichten.

Der Rat der EKD veröffentlichte am 29. September 2018 den Text "Geliehen ist der Stern, auf dem wir leben". Darin heißt es: "Der Text ermutigt die Kirchen ausdrücklich, sich selbst ehrgeizige Ziele für nachhaltige Veränderungsprozesse zu setzen. Dazu gehört, sich mit messbaren und erkennbaren Resultaten in der eigenen Praxis transparent zu zeigen. (…) Wir brauchen Initiativen und Pläne, wie die Umsetzung der Transformations-Agenda 2030 auf der Ebene der EKD, der Landeskirchen und Gemeinden wie auch der großen kirchlichen Einrichtungen und Werke gelingen kann. Ein transparenter und partizipativer Überprüfungs- und Lernprozess sollte dies begleiten, der regelmäßig durch unabhängige Dritte durchgeführt wird" (Seite 72).

Auch die Deutsche Bischofskonferenz ruft dazu auf, die päpstliche Enzyklika "Laudato si" in das kirchliche Handeln vor Ort umzusetzen. Schon neun Einrichtungen aus Diakonie und Caritas sowie kirchliche Bildungshäuser haben eine solche Bilanz erarbeitet. Innerhalb der Diakonie war Herzogsägmühle hierbei Vorreiter, und hat als erstes eine Bilanz vorgelegt. Nun machen sich erste Kirchengemeinden auf den Weg.

Der Arbeitskreis (AK) "Kirchen und kirchliche Organisationen" der GWÖ traf sich zu seinem zweiten Arbeitstreffen am vergangen Wochenende in Kassel und plante dort unter anderem die Teilnahme am Kirchentag 2019 in Dortmund. Dafür werden Flyer und andere Materialien zum Austausch mit kirchlichen Organisationen und christlichen Akteuren erstellt. Das nächste Treffen des AK findet am 29. und 30. März 2019 in Karlsruhe statt.

Über die Gemeinwohl-Ökonomie

Die weltweit agierende Gemeinwohl-Ökonomie-Bewegung wurde 2010 ins Leben gerufen. Sie basiert auf den Ideen des österreichischen Publizisten Christian Felber. Aktuell umfasst sie weltweit 11.000 UnterstützerInnen, mehr als 2.000 Aktive in über 100 Regionalgruppen, 30 GWÖ-Vereine, 500 bilanzierte Unternehmen und andere Organisationen, knapp 60 Gemeinden und Städte sowie 200 Hochschulen weltweit, die die Vision der Gemeinwohl-Ökonomie verbreiten, umsetzen und weiterentwickeln — Tendenz steigend! Am 29. September 2018 wurde der Internationale GWÖ-Verband gegründet, der die aktuell neun nationalen Vereine koordiniert. (Stand 10/2018)

Weitere Informationen unter: www.ecogood.org

Kontaktdaten
Dr.med. Oliver Koch, Koordinator des AK "Kirchen und kirchliche Organisationen"
oliver.kochecogoodorg

Allgemeine Rückfragen zur Gemeinwohl-Ökonomie bitte an:
Daniela von Pfuhlstein, Redaktion | Medienkoordination
+49 (0)160 5491507
press-germanyecogoodorg

Öffnet internen Link im aktuellen FensterBericht zur Gemeinwohl-Ökonomie in Herzogsägmühle